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SOCIETAS PHILOSOPHIA CLASSICA.

[Der Buchdeckel]

Martin Heidegger

DICHTUNGEN

AUS DER ERFAHRUNG DES DENKENS

[1910-1976]

DEUTSCH UND UNGARISCH

Aus dem Deutschen ins Ungarische übersetzt von

DEZSÕ KERESZTURY

 

INHALT

BEILAGE: Gábor FERGE: A kötészet mint a lét nyelve. A filozófia és a teológia határterületén. [Die Poesie als die Sprache des Seins. Auf dem Grenzgebiet der Philosophie und Theologie.] Budapest: Societas Philosophia Classica, 1995

In der Auswahl dieser Sammlung haben wir jene chronologische Reihenfolge der einzelnen Stücke beibehalten, die für sie der Redakteur des Originals festgestellt hatte. Unser wichtigster Gesichtspunkt war dabei, jene Stücke hier zu veröffentlichen, die Martin Heideggers Verhältnis zur Poesie zu beleuchten im Stande sind. Diese Möglichkeit soll auch durch den Haupttitel des Bandes, "Gedichte" zum Ausdruck gebracht werden, nicht bloss deswegen, weil hier alle bekannten von Martin Heidegger verfassten lyrischen Texte geboten werden, sondern noch mehr deswegen, weil der grosse deutsche Denker in Worten zwar geleugnet hatte Gedichte zu schreiben, doch hat er welche verfasst, genauer: er hat mit seinen Zeilen, Strophen und Zyklen an die Notwendigkeit des Wiedererweckens der "unschuldigsten und am meisten authentischen Gattung" erinnert.

Die ungarische Variante dieser Gedichte wurde für uns in der Zeit zwischen Ende Dezember 1994 und Februar 1995 von dem noch gegenwärtigen grossen Übersetzer des literarischen Kreises "NYUGAT" (= "WESTEN") hergestellt. Pflege und Kontrolle der Texttreue haben wir mit ISTVÁN M. FEHÉR im letzten Sommer vollzogen. Die Prosa-Texte haben wir schon mehrmals genauer gestaltet, doch einzig und allein mit dem Zweck, um die bei uns schon eingebürgerte Heidegger-Terminologie zur Geltung zu bringen. Wir waren jedoch auch in dieser Hinsicht, nach dem Vorbild von Heidegger selbst, keineswegs starr konsequent. Wir hatten die Hoffnung, dass die etwas freiere Wiedergabe der Gedichte und das strengere Befolgen der Terminologie in den Prosa-Texten das hermeneutische Verstehen erleichtert.

Dasselbe erstrebt auch das Nachwort, das an jenes Gebiet erinnert, zu dem den Schlüssel Heidegger selbst am Ende seines Zyklus (58/59) in die Hand gibt. Man versteht das "Haus des Seins" nach Absicht des Verfassers erst dann, wenn man anstatt des Lesens in der gegebenen Reihenfolge, zunächst die Worte am Ende des Zyklus beachtet. Es entscheidet sich erst am Wege zum "Haus des Seins", inwiefern die Intention des Verfassers unser Dasein durchzudringen vermag.
("Worte des Dankes" von Gábor Ferge)

Martin HEIDEGGER: Dichtungen. Aus der Erfahrung des Denkens, 1910-1976. Aus dem Deutschen ins Ungarische übersetzt von Dezsõ KERESZTURY. Lektor: Istvän M. FEHÉR. Hrsg. von Gábor FERGE. Typographie von Tibor SZÁNTÓ. Budapest: Societas Philosophia Classica 1995. 240 Seiten. Leinen mit Schutzumschlag DM 19 - ISBN 963 04 5872 1.

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